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Ein Artikel im Londoner Observer am 28. Mai 1961
gilt als das Gründungsdatum amnesty internationals.
Noch im selben Jahr wurde die Deutsche Sektion
der Menschenrechtsorganisation gegründet.
In Regensburg ist ai seit 1971 vertreten.
Nachfolgend sind stichpunktartig
die wichtigsten Stationen der Entwicklung
von amnesty international aufgeführt.
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28. Mai 1961
Mit seinem Artikel »Die vergessenen Gefangenen«,
erschienen in der britischen Wochenzeitung
The Observer, legt der Londoner Rechtsanwalt
Peter Benenson den Grundstein für amnesty international.
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28. Juli 1961
Gründungsversammlung von amnesty international in Deutschland.
Zu den ersten Vorstandsmitgliedern der damals noch unter der
Bezeichnung »Amnestie-Appell« im Vereinsregister
eingetragenen Organisation werden unter anderem
Carola Stern und Gerd Ruge gewählt.
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Juli 1961
In Luxemburg findet die erste internationale ai-Konferenz
mit Teilnehmern aus Europa und den USA statt.
Dort fällt der Beschluss
die ursprünglich für ein Jahr angelegte Kampagne
»Appeal for Amnesty«
in eine permanente Bewegung einmünden zu lassen.
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September 1962
Auf einem weiteren internationalen Treffen nahe Brügge
in Belgien beschließen die rund 60 Delegierten,
der Bewegung einen neuen Namen zu geben:
amnesty international.
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01. November 1963
In London wird ein Internationales Sekretariat eingerichtet.
[Zur Homepage des Londoner Sekretariats ...]
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August 1968
Auf ihrer sechsten internationalen Tagung in Stockholm
gibt sich die Organisation ein neues Statut.
Die Artikel 5 (Verbot der Folter) und
Artikel 9 (Schutz vor willkürlicher Festnahme) der
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
werden in das Mandat aufgenommen.
[Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ...].
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17. Dezember 1971
Gründung der Regensburger ai-Gruppe 1100
Seitdem ist amnesty international auch in Regensburg vertreten.
Die Gruppe hat sich seither unter anderem
für Gefangene in Bulgarien, Südkorea
und Angola, Malawi, Kenia, USA, eingesetzt.
Seit einigen Jahren setzt sich die Gruppe für den chinesichen Journalisten Shi Tao ein.
[zur Homepage der Gruppe ...]
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19. März 1973
Der erste »urgent action«-Appell
zugunsten des vom Militär verhafteten
brasilianischen Geschichtsprofessors
Luiz Basilio Rossi verläßt
das Internationale Sekretariat.
Es ist die Geburtsstunde einer der erfolgreichsten
Aktionsformen von amnesty international.
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22. April 1977
Mit einem Antrag auf einstweilige Verfügung
gegen amnesty international
beginnt vor dem Bonner Landgericht
einer der längsten Zivilprozesse
in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Geklagt hatte die in Chile ansässige
deutsche Siedlung Colonia Dignidad,
der amnesty international vorgeworfen hatte,
dem Chilenischen Geheimdienst
als Folterzentrum zu dienen.
Die Klage wird schließlich
im November 1997 abgewiesen.
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10. Dezember 1977
Für ihren Beitrag zur
»Sicherung der Grundlagen für Freiheit,
für Gerechtigkeit und damit
auch für den Frieden in der Welt«
erhält amnesty international
den Friedensnobelpreis.
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11. Dezember 1977
Auf einer Internationalen Konferenz in Stockholm
wird eine Erklärung verabschiedet,
die die Abschaffung der Todesstrafe fordert
und die eine weltweite Kampagne
von amnesty international
gegen die Todesstrafe einleitet.
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31. März 1990
Gründungsversammlung von amnesty international
in der DDR.
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August/September 1991
Die Internationale Ratstagung beschließt
weitreichende Änderungen des Mandats
von amnesty international.
Das bisherige Konzept
der Gefangenenbetreuung
wird ersetzt durch den Einsatz
gegen schwerwiegende Verletzungen
der Rechte auf Meinungsfreiheit,
auf Freiheit von Diskriminierung
sowie auf geistige und körperliche
Unversehrtheit.
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14. Juli 1994
amnesty international übergibt
Bundeswirtschaftsminister Günther Rexrodt
eine von 180.000 Menschen in Deutschland
unterzeichnete Petition mit der Forderung
nach einer Menschenrechtsklausel
gegen Rüstungsexporte.
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Januar 1995
Mit einer urgent action
versucht amnesty international
die Abschiebung des Kurden Fariz Simsek
in die Türkei zu verhindern.
Im bayerischen Innenministerium
treffen körbeweise Appelle
zugunsten des Kurden ein.
Es ist die erste Eilaktion,
die amnesty international zu Deutschland startet.
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Mai 1995
Ein von amnesty international unter dem Titel
»Ausländer als Opfer -
Polizeiliche Mißhandlungen in der
Bundesrepublik Deutschland«
herausgegebener Bericht
zieht erhebliche
öffentliche Reaktionen
nach sich.
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Juni 1995
Die Regensburger ai-Gruppe 1100 bekommt als "action-file"
die Abschaffung der Todesstrafe in Malawi zugewiesen.
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Juli 1997
Todesstrafenmoratorioum in Malawi - Muluzi verspricht keine Hinrichtungen mehr zuzulassen.
[weitere Informationen ...]
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29. Oktober 2002
amnesty international startete
eine internationale Kampagne
um Menschenrechtsverletzungen
in Rußland anzuprangern.
Die Regensburger engagierten sich
im Rahmen dieser Kampagne vor allem
für
Cheda Kungajewa,
eine junge Tschetschenin, die von russischen Soldaten
brutal vergewaltigt und ermordet wurde. amnesty international forderte die Bestrafung der Täter.
[Cheda Kungajewa ...]
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14.Januar 2004
Ein weiterer Deutschland-Bericht von amnesty international erscheint:
»Erneut im Fokus - Vorwürfe über polizeiliche Misshandlungen
und den Einsatz unverhältnismäßiger Gewalt in Deutschland.«
[Download des Berichts ...]
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08. März 2004
amnesty international startet eine internationale Kampagne um Menschenrechtsverletzungen an Frauen anzuprangern.
Die Regensburger Gruppen engagierten sich im Rahmen dieser Kampagne vor allem
gegen Zwangsprostitution und Frauenhandel im Kosovo.
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25. Februar 2005
Peter Benenson, der Gründer von amnesty international, stirbt in Oxford.
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25. Februar 2005
Der US-Supreme Court erklärt die Todesstrafe an Jugendlichen für verfassungswidrig
Die Regensburger Gruppen von amnesty international hatte in der Vergangenheit immer wieder
an die Behörden in den USA apelliert, und insbsondere die Begnadigung
von fünf Jugendlichen in Arizona gefordert..
[weitere Informationen ...]
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Juni 2005
Die Regensburger ai-Gruppe 1100 bekommt als weitere Aufgabe sich für die Abschaffung
der Todesstrafe in Kenia und Uganda einzusetzen..
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22.08.2006
Murat Kurnaz, der in Guantanamo inhaftiert war, wird freigelassen
Die Regensburger Gruppe 1100 von Amnesty International hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für ihn eingesetzt.
[weitere Informationen ...]
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April 2007
Die zwingend Vorgeschriebene Todesstrafe in Malawi ist verfassungswiedrig.
Regensburger Amnesty-Gruppen haben sich immer wieder für die Abschaffung der Todesstrafe engagiert.
[weitere Informationen ...]
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02.06.2008
Die usbekische Menschenrechtsaktivistin Mutabar Tadschibajewa wird überraschennd freigelassen
Die Regensburger Gruppe 1100 von Amnesty International hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für sie eingesetzt.
[weitere Informationen ...]
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29.07.2010 - Wegen Homosexualität verurteiltes Paar in Malawi begnadigt
Steven Monjeza und Tiwonge Chimbalange, die wegen Homosexualität zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt waren, wurden begnadigt.
Für sie hatte sich die Malawi-Koordinationsgruppe eingesetzt.
[weitere Informationen ...]
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