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Come together – again! Konzert von und für Menschen aus aller Welt mit Infostand des Asyl-AK

29.05.2016

Come together – again! Konzert von und für Menschen aus aller Welt mit Infostand des Asyl-AK

Der Asyl-AK war am 29.05 mit einem Infostand auf dem Haidplatz vertreten als Künstler verschiedenster Herkunft auf einer großen Bühne ihre Musik präsentieren konnten. Organisiert hatte das Konzert das Theater Regensburg im Rahmen der Bayerischen Theatertage 2016. Das Konzert stand unter dem Motto "Come together" und auch wenn es natürlich um die Musik ging gab es am Rande der Veranstaltung viele Gelegenheiten mit geflüchteten Menschen, engagierten Bürgerinnen und Bürgern und weiteren Flüchtlingsorganisationen wie der Regensburger Bürgerinitiative Asyl zusammenzukommen.

Der Asyl-AK hat den Infostand insbesondere genutzt, um Unterschriften für eine angemessene Gesundheitsversorgung traumatisierter Flüchtlinge zu sammeln. In einer deutschlandweiten Kampagne sammelt Amnesty International zur Zeit Unterstützung um auf die dringend benötigte Hilfe für Folter- und Kriegsopfer hinzuweisen.

Die Petition kann zusammen mit anderen Aufrufen gegen Folter und zum Schutz von Kriegs- und Folteropfern auch online unterzeichnet werden:
>www.stopfolter.de<

Viele Menschen, die nach Deutschland fliehen, haben Krieg und schreckliche Gewalt erlebt. Viele wurden misshandelt oder gefoltert. Deutschland ist international verpflichtet, traumatisierten Flüchtlingen Schutz und die nötige medizinische sowie psychologische Behandlung zu gewähren. Eine solche angemessene Versorgung setzt eine rechtzeitige Identifizierung der Betroffenen und ihrer Bedürfnisse voraus. Das ist ohne Dolmetscher kaum möglich.

Ein wichtiger Teil der Versorgung von traumatisierten Flüchtlingen wird zurzeit von sogenannten psychosozialen Behandlungszentren geleistet. Sie bieten medizinische Behandlung, Psychotherapie, Dolmetscherleistung und psychosoziale Betreuung an. Trotzdem sind sie keine anerkannten Leistungserbringer der gesetzlichen Krankenversicherung. Viele kämpfen seit Jahren um ihr finanzielles Überleben.

Mit einer Petition an den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe fordern Amnesty International Deutschland und der Asyl-AK Regensburg, endlich eine ausreichende Finanzierung der nötigen Behandlungszentren sicherzustellen, die Behandlungskosten im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung zu tragen und während der Behandlung einen Anspruch auf qualifizierte Dolmetscherleistungen festzuschreiben.

Außerdem fordern wir ein effektives Verfahren, um besonders schutzbedürftigen Geflüchteten frühzeitig Hilfen anbieten zu können.