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Schluss mit der Ausbeutung von Arbeitsmigranten in Katar

01.05.2016

Maikundgebung: Schluss mit der Ausbeutung von Arbeitsmigranten in Katar

Traditionell war Amnesty mit einem Info-Stand bei der Maikundgebung am Haidplatz vertreten.
Erneut war die Ausbeutung von Arbeitsmigranten im Vorfeld der Fussball-WM 2022 in Katar Thema.
105 Teilnehmer unterzeichneten eine Petition an Reinhard Grindel, den Präsidenten des Deutschen Fussball-Bundes (DFB), in der er aufgefordert wurde, auf die FIFA und ihren neu gewählten Präsidenten Gianni Infantino einzuwirken, bei der Regierung von Katar die mehrfach versprochenen umfassenden Reformen dringend einzufordern, damit die Menschenrechtsverletzungen an den Arbeitsmigranten schnell ein Ende finden.
Sie forderten ihn auf, bei der FIFA einzufordern, dass die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeitsmigranten in Katar durch eigene regelmäßige und unabhängige Kontrollen sichergestellt wird.

Hintergrund

Seit der Vergabe der FIFA-Fußball-WM 2022 an Katar sind fünf Jahre vergangen, ohne dass die Regierung von Katar grundlegende Reformen des Arbeitsrechts und vor allem des Sponsorensystems eingeleitet hätte. Ein neuer Bericht von Amnesty International belegt die anhaltende Ausbeutung von Arbeitsmigranten, z.B. auf der Baustelle des Khalifa International-Stadions und der umgebenden Aspire Zone. Noch immer leben und arbeiten Tausende Arbeitsmigranten unter menschenunwürdigen und gefährlichen Bedingungen. Ihre Pässe werden eingezogen, Aufenthaltsgenehmigungen nicht immer ausgestellt, Lohnzahlungen erfolgen oft verspätet. Ein Wechsel der Arbeitsstelle oder die Ausreise in die Heimatländer sind nur nach Genehmigung des Arbeitgebers möglich. Wer sich beschwert, wird bedroht und eingeschüchtert. Dies erfüllt häufig den Tatbestand von Zwangsarbeit.

Als Veranstalter der Fußball-WM 2022 trägt die FIFA die Mitverantwortung dafür, dass dieses sportliche Großereignis in Katar nicht auf dem Rücken von Tausenden ausgebeuteten Arbeitsmigranten ausgetragen wird. Der neue Präsident Gianni Infantino muss den Menschenrechtsverletzungen an Arbeitsmigranten JETZT Einhalt gebieten, die katarische Regierung mit Nachdruck zu den angekündigten Reformen drängen und ihre Umsetzung streng überwachen. Weltweit blicken Menschen mit großer Sorge auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen bei der Vorbereitung der Fußball-WM 2022. Insbesondere die Fußballwelt und deren Vertretungen trägt in diesem Umfeld eine besondere Verantwortung.