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  Zuletzt aktualisiert:
  09.03.2011
 
OHNE CHANCE AUF ASYL
VORTRAG / FILM
11.03.2011

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11.03.2011 - OHNE CHANCE AUF ASYL
VORTRAG. "FLÜCHTLINGE AN DEN EU-AUSSENGRENZEN"
FILM: "ERTRUNKEN VOR MEINEN AUGEN"


  WAS: VORTRAG / FILM

 WANN: 11.03.2011,
 WO: CLUBRAUM ST. MICHAEL
          AMBERG


Meinungsverschiedenheiten zwischen den Regierungen Italiens und Maltas, wer zu Rettungsaktionen auf See verpflichtet sei, führten dazu, dass sich Migranten oft tagelang ohne Wasser und Nahrung in Seenot befanden und in Lebensgefahr schwebten. Die italienischen Behörden fällten die beispiellose Entscheidung, aus Seenot gerettete Migranten und Asylsuchende ohne Prüfung ihrer Fluchtgründe und eines eventuellen Anspruchs auf internationalen Schutz in die libysche Hauptstadt Tripolis zu bringen. Libyen hat die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 nicht unterzeichnet. Auch gibt es in dem Land kein funktionierendes Asylverfahren, so dass es kaum möglich ist, internationalen Schutz zu erhalten. Nach Angaben der italienischen Regierung wurden 2009 in den Monaten Mai bis September 834 auf See aufgegriffene bzw. aus Seenot gerettete Flüchtlinge nach Libyen gebracht, wo sie von schweren Menschenrechtsverletzungen bedroht waren. Dies stellte einen klaren Verstoß gegen den Grundsatz des Non-Refoulement (Abschiebungsverbot) dar. Am 6. Mai 2009 setzten drei Boote mit etwa 227 Menschen an Bord in etwa 50 Seemeilen Entfernung von der Insel Lampedusa SOS-Rufe ab. Die Rettungsoperationen verzögerten sich, weil sich Malta und Italien nicht einigen konnten, welches Land für die Boote zuständig war. Schließlich wurden die Flüchtlinge von zwei Schiffen der italienischen Küstenwache gerettet, die sie jedoch direkt ins libysche Tripolis brachten, ohne vorher einen italienischen Hafen anzusteuern, um den Flüchtlingsstatus und einen Anspruch auf internationalen Schutz zu klären.

Veranstalter: KJG-ST. MICHAEL UND DER ARBEITSKREIS ASYL VON AMNESTY INTERNATIONAL.


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