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  Zuletzt aktualisiert:
  02.10.2005
 
Datenbank - Asyl
- MAROKKO / FLÜCHTLINGSDRAMA -
Meldung vom 29.09.2005

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Berlin, 29.09.2005 - ai fordert eine unabhängige Untersuchung der Todesfälle in Ceuta und Melilla. Allen Flüchtlingen muss ein faires Asylverfahren ermöglicht werden. Die Menschen, die derzeit versuchen, in die spanischen Enklaven in Marokko vorzudringen, kommen vorwiegend aus Ländern, in denen Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind, beispielsweise aus Algerien, Irak, Liberia, der Demokratische Republik Kongo und dem Sudan.

2003 unterschrieb Spanien mit Marokko ein Rücknahmeübereinkommen, das Spanien erlaubt, Menschen direkt nach Marokko zurückzuschieben. Doch Marokko hält sich ebenso wenig wie die anderen nordafrikanischen Staaten an die Standards der Genfer Flüchtlingskonvention. Einem Flüchtling droht daher die Abschiebung in seinen Heimatstaat, wo er Verfolgung und unter Umständen auch Folter und Misshandlungen ausgesetzt ist - ohne, dass sein Schutzbegehren je überpüft wurde.

In Marokko ist die Menschenrechtslage prekär, und das Rücknahmeübereinkommen stellt ebenfalls nicht sicher, dass die aus Spanien ausgewiesenen Personen in Marokko nicht gefoltert werden. Deshalb fordert amnesty international Spanien und Marokko auf, in ihrem bilateralen Abkommen zur Einwanderungspolitik dringend völkerrechtliche Standards zu verankern.
  mailto: asyl-ak@amnesty-regensburg.de
e-mail



10.10.05 Presse- meldung

Mehr zum Thema:
[ Statement der Londoner ai-Zentrale (03.10.2005) ]
[ Urgent Action: Sorge um Sicherheit Hunderter afrikanischer Flüchtlinge (03.10.2005) ]
[ Europa-Kolumne im Deutschlandfunk von ai-Asylreferentin Nele Allenberg (10.10.2005) ]
[ Statement des EU-Büros von amnesty international (11.10.2005) ]
[ Pressemeldung der Berliner Deutschland-Zentrale von ai (10.10..2005) ]
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Malergasse 15, 93047 Regensburg (nur Postadresse!)
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e-mail: asyl-ak@amnesty-regensburg.de

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